FAQs

handelt es sich bei den workshops/trainings von zweiMITvier um veranstaltungen zum thema tierschutz?

Nein. In meinen Workshops und Trainings geht es um die Bedeutung von Kommunikation. Die Hunde stehen nicht im Mittelpunkt, sondern helfen als vierbeinige Co-Trainer, Kommunikation zu üben. Gemeinsam mit ihnen lernen die Schülerinnen und Schüler wertschätzende Kommunikation: Bedürfnisse erkennen, Vertrauen aufbauen und eine Beziehung herstellen. Dazu lösen sie unterschiedliche Aufgaben, um anschließend die Erfahrungen aus dem Mensch-Hund-Kontakt auf den Mensch-Mensch-Kontakt zu übertragen.

handelt es sich bei den workshops/trainings von zweiMITvier um hundetraining?

Nein, siehe oben.

handelt es sich bei den workshops/trainings von zweiMITvier um coaching?

Nein, siehe oben.

handelt es sich bei den workshops/trainings von zweiMITvier um therapie?

Nein, siehe oben.

was ist das ziel der workshops/trainings von zweiMITvier?

Durch meine Workshops/Trainings wird Kindern und Jugendlichen die Bedeutung von Kommunikation bewusst. Und sie lernen ihre Stärken kennen. Dass also viel mehr in ihnen steckt, als sie gedacht haben. Ein Beispiel aus der Praxis macht dies sehr schön deutlich: Die Aufgabe eines Schülers war es, Cody dazu zu bringen, durch den Tunnel zu laufen. Beim ersten Mal hat es nicht geklappt, und der Junge ging enttäuscht an seinen Platz zurück. Ich konnte ihn motivieren, es noch einmal zu versuchen. Dieses Mal war er davon überzeugt, dass es klappt. Und? Cody ging durch den Tunnel.

warum mit einem hund kommunikation üben?

Der Hund ist aus verschiedenen Gründen der ideale Co-Trainer: Er ist ein Experte darin, den Menschen zu lesen, sogar seine Mimik und Gestik. Diese Fähigkeit unterscheidet ihn von den meisten anderen Tierarten. Er hat dies gelernt, da er den Menschen seit ca. 40.000 Jahren begleitet, also auch schon, als der Mensch noch nicht sesshaft war. Darüber hinaus lebt er im Hier und Jetzt, er ist ruhig, gelassen, respektvoll, konsequent, geduldig. Und: Er gibt direkt und unverfälscht Feedback, ob wir klar kommunizieren können – verbal und nonverbal.

sind die hunde von zweiMITvier speziell ausgebildet?

Nein. Bei meinen Hunden handelt es sich weder um ausgebildete Therapie- oder Assistenzhunde noch Schulhunde. Alle Hunde, die zum Einsatz kommen, haben jedoch einen Wesenstest bestanden. Im Rahmen eines solchen Tests wird geprüft, ob der Hund aggressiv ist. Nur wenn der Prüfer nach dem Test eine Empfehlung ausspricht, dass der geprüfte Hund in Schulen eingesetzt werden darf, nehme ich den Hund als vierbeinigen Co-Trainer in Schulklassen mit.

wie läuft ein zweiMITivier-workshop/-training ab?

Theorie und Praxis wechseln sich ab. Begonnen wird immer mit einer Vorstellungsrunde, der ein theoretischer Teil zum Thema Kommunikation folgt. Um das Gehörte praktisch anzuwenden, arbeiten die Schülerinnen und Schüler anschließend mit den Hunden. Je nach Format geht es mit Feedback an die Freiwilligen, die mit den Hunden gearbeitet haben, und weiteren theoretischen Blöcken/praktischen Übungen weiter. Bei einem Workshop ist nach jeweils ein Mal Theorie und Praxis Schluss. Die Reflektion des Gelernten rundet das Lernerlebnis mit den vierbeinigen Co-Trainern ab. Das Tagestraining beinhaltet noch den Transfer des neuerworbenen Wissens von der Arbeitsgruppe auf die Klasse sowie ein Commitment für den zukünftigen Umgang miteinander. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten ein Zertifikat.

was für aufgaben müssen die kinder und jugendlichen mit dem hund bearbeiten?

Die Aufgaben sind ganz unterschiedlich, je nachdem, was gefördert werden soll: z. B. Klarheit, Gelassenheit, Kreativität, Mut, Empathie, Durchsetzungsstärke. (Übrigens alles Eigenschaften, die der Mensch vom Hund lernen kann.) Beispiele: Der Hund muss sich in einen Reifen setzen oder durch einen Stofftunnel laufen, darf ein Leckerchen erst auf Kommando fressen, muss sich hinsetzen und sitzen bleiben.

benötigen die kinder und jugendlichen spezielle vorkenntnisse?

Nein. Bei meinen Hunden handelt es sich weder um ausgebildete Therapie- oder Assistenzhunde noch Schulhunde. Dadurch können die Kinder und Jugendlichen mit dem Hund arbeiten, ohne spezielle Kommandos beherrschen zu müssen, was die Voraussetzung dafür ist, dass sie ihre eigenen Ideen und Herangehensweisen einbringen können.

was passiert, wenn die übung mit dem hund nicht klappt?

Es gibt keine Fehler, es gibt nur Feedback. Durch das Prinzip der positiven Verstärkung, nach dem ich arbeite, stehen Mut und Neugier im Vordergrund. Vermeintliche Schwächen gibt es insofern nicht, da das Setting für alle Schülerinnen und Schüler neu ist und sich jede/jeder mit ihrer/seiner Persönlichkeit einbringen und entwickeln kann.

wo finden die workshops/trainings von zweiMITvier statt?

Die Workshops/Trainings finden in der Regel in der Schule statt, können aber auch außerschulisch durchgeführt werden. Außerschulisch wäre z. B. in einem Unternehmen, einem Co-Working-Space oder einem Veranstaltungsraum denkbar.

was ist, wenn ein kind/ein jugendlicher angst vor hunden oder eine hundehaarallergie hat?

In der Regel wird die Schülerin/der Schüler während des Workshops/Trainings in einer anderen Schulklasse untergebracht. Das Kind/der Jugendliche wird auf keinen Fall gezwungen, an dem Workshop/Training teilzunehmen.

werden die kinder und jugendlichen während der workshops/trainings fotografiert oder gefilmt?

Ja, allerdings nur mit Zustimmung der Eltern/Erziehungsberechtigten.

wirkt das erlebte auch über die dauer des workshops/der trainings hinaus?

Auf jeden Fall. Z. B. lernen Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler während der Workshops/Trainings von einer ganz anderen Seite kennen, was die zukünftige Zusammenarbeit positiv beeinflussen kann. Oder sie greifen Inhalte aus den Workshops/Trainings auf und lassen diese in ihren Unterricht einfließen. Schülerinnen und Schüler wiederum halten ihre Eindrücke oftmals schriftlich fest und können das Erlernte jederzeit nachlesen. Um die nachhaltige Wirkung der zweiMITvier-Workshops/Trainings zu belegen, ist eine wissenschaftliche Evaluation geplant.

wie passen workshops/trainings von zweiMITvier in den lehrplan?

Ich biete Kommunikationstrainings mit Hund im Rahmen des integrierten SEP sowie bei der Kompetenzentwicklung (OloV BO4) an:

Schulklassen werden immer heterogener. Schulleitungen und Lehrkräfte stehen vor immer größeren Herausforderungen, damit Schülerinnen und Schüler zu einem Team zusammenfinden und Inklusion gelebt werden kann. Hier kann ich den Schulbetrieb mit meinen Hunden unterstützen, denn Teamfähigkeit kann der Mensch vom Hund lernen. Gemeinsam mit den Hunden lernen die Schülerinnen und Schüler wertschätzende Kommunikation: Bedürfnisse erkennen, Vertrauen aufbauen und eine Beziehung herstellen. Dazu lösen sie unterschiedliche Aufgaben, um anschließend die Erfahrungen aus dem Mensch-Hund-Kontakt auf den Mensch-Mensch-Kontakt zu übertragen. Durch positive Verstärkung sind Motivation der Teilnehmenden und Lernerfolge garantiert.

Auch bei der Kompetenzentwicklung kann der Hund den Mensch unterstützen. Das gilt besonders für junge Menschen, die ihre persönlichen Kompetenzen im Umgang mit dem Hund erproben. Hunde gehen unvoreingenommen auf die Schülerinnen und Schüler zu und reagieren sofort und unverfälscht. Die Kinder und Jugendlichen wiederum haben erst einmal keine Vorbehalte, sind neugierig auf das ungewohnte Setting und in der Regel motiviert, sich darauf einzulassen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Hund lernen sie ihre Stärken kennen und können sich dadurch bei der Gestaltung ihrer (beruflichen) Zukunft besser orientieren.