Wer bist du?

Bei meiner Recherche zu dem vorhergehenden Beitrag bin ich auf eine Bilderreihe, ebenfalls im Magazin Chrismon, gestoßen, die ich nur empfehlen kann.

Was uns diese wundervollen Bilder sagen wollen? Schau genau hin. Manchmal ist ein Löwe ein Löwe. Und manchmal nicht.

Gilt auch für Mitmenschen.

Lehrersein ist Beziehungsarbeit

Nur zu gerne zitiere ich die Lehrerin Julia Wöllenstein, die in dem aktuellen Magazin Chrismon (Nr. 01.2020) feststellt: „Man muss Lehramtsstudenten auch den Zahn ziehen, dass sie vor allem Wissensvermittler sind. (…) Es bräuchte mehr Pädagogik. Lehrersein ist Beziehungsarbeit.“

Und von wem kann man Beziehungsarbeit am besten lernen, wenn nicht vom Hund?

Danke, liebe Julia Wöllenstein!

train the trainers

Okay. Nicht ganz. Es waren keine Trainer mit denen Cody und ich am 18. Dezember 2019 an der Justus-Liebig-Universität Gießen gearbeitet haben, sondern angehende Lehrerinnen und Lehrer. Aber Lehrkräfte sind ja auch eine Art Trainer, nicht wahr? Die beiden Workshops waren jedenfalls ein voller Erfolg. Die Studierenden haben in den Feedbackrunden angegeben, dass sie viel über Kommunikation gelernt haben, was ihnen bei der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern sehr helfen wird.

Mission completed. Ein schöneres Kompliment hätten Cody und ich nicht bekommen können. Zugegeben, für Cody war eventuell der Kauknochen das größere Kompliment…

Ein beeindruckender Vormittag

Am 30. Oktober 2019 waren Cody und ich bei Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in der Carlo-Mierendorff-Schule zu Gast. Es war das erste Mal, dass wir mit einer Gruppe gearbeitet haben, die ausschließlich aus Förderschülerinnen und -schülern bestand. Wie es war? Großartig! Die Kinder haben schnell ihre anfängliche Skepsis gegenüber dem großen Hund abgelegt und sich sogar getraut, sich gegenseitig bei der Arbeit mit Cody zu filmen. In den Pausen standen Jungen und Mädchen Schlange, um Cody und mich bei unserer Gassirunde begleiten zu dürfen.

Cody und mir hat der Vormittag sehr gut gefallen und wir würden uns riesig freuen, die Schülerinnen und Schüler wiederzusehen.

Cody zu Gast bei der 6a der Leibnizschule in Frankfurt

Schon wieder haben Workshop-Teilnehmer Codys Herz erobert – Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a der Leibnizschule in Frankfurt Unter-Liederbach haben sich bei ihm mit Leckerchen für spannende und lehrreiche 90 Minuten bedankt, in denen sie mit ihm Kommunikation geübt haben.

Und Cody bedankt sich bei den Kindern dafür, dass sie so toll mitgearbeitet habt. Und natürlich für das Geschenk. Wir kommen bestimmt wieder!

 

Tolle Lehrer bekommt das Land

Gestern waren Cody und ich in Friedberg Dorheim und haben neun engagierte und sympathische Lehrerinnen im Vorbereitungsdienst, sogenannte LiVs, des Studienseminars GHRF Friedberg getroffen. Wir haben uns 90 Minuten lang mit Kommunikation beschäftigt, theoretisch aber auch praktisch. Praktisch bedeutet bei zweiMITvier ja immer, dass Übungen mit Hunden als Co-Trainer, in dem Fall Cody, absolviert werden müssen. Wie auf den Fotos zu sehen ist, haben die zukünftigen Lehrerinnen diese Herausforderung einwandfrei gemeistert und hatten auch noch Spaß dabei. Cody übrigens auch. Besonders gut hat ihm gefallen, dass er als Dankeschön einen riesigen Knochen geschenkt bekommen hat. Ich weiß jetzt schon, mit wem Cody, hätte er die Wahl, das nächste Mal wieder arbeiten möchte…

 

ready – steady – sit!

Dieses Schuljahr sind Cody und ich immer montags in der IGS Süd. Wir führen eine „Sprache und Kultur-Werkstatt“ durch: „Learning English with a dog“. Vierzehn Schülerinnen und Schüler lernen mit Cody, was Kommunikation ist, wie man Missverständnisse vermeidet – und Englisch. Ihr Wissen konnten sie schon beim Schulleiter Uwe Gehrmann anwenden: Die Kinder haben ihm „Hello! Have a nice day!“ gewünscht. Ein GROSSES Dankeschön an Uwe Gehrmann, dass er diesen Praxistest mitgemacht hat! Für die Kinder war das ganz schön aufregend und sie waren stolz, die Mutprobe bestanden zu haben.

Cody ist es ziemlich egal, welche Sprache die Kinder sprechen. Einerseits ist für ihn die Körpersprache ausschlaggebend. Andererseits, dass es zur Belohnung Leckerchen gibt. Die sind stets reichlich vorhanden, versteht sich.

21st century skills

„Gut kooperieren zu können, kreative Lösungen zu finden, immer weiter zu lernen, sich von Verunsicherungen nicht irremachen zu lassen.“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Genau. Darum geht es in den Trainings von zweiMITvier. Die genannten Eigenschaften gehören aber auch zu den 21st century skills, die die OECD definiert hat. Warum wir diese brauchen? Der Argumentation von Manuel J. Hartung und Thomas Kerstan in der Zeit Nr. 36 vom 29. August 2019 kann ich nur zustimmen: „Das alles sind Dinge, bei denen entscheidender ist, wohin jemand will, als woher er kommt.“

Me Tarzan. You Jane.

Kommunikation ist der Schlüssel zu einem harmonischen Miteinander, sowohl privat als auch am Arbeitsplatz. Denn, wie wusste schon Paul Watzlawick? Man kann nicht nicht kommunizieren. Jetzt hat Coach Timo Müller, der die Platform „Feedback für den Chef“ betreibt, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung festgestellt: „Das Problem, das am häufigsten angesprochen wird, ist das Kommunikationsverhalten der Vorgesetzten.“

Erstaunlich, dass so einem wesentlichen Instrument der menschlichen Interaktion wie der Kommunikation scheinbar noch nicht die Bedeutung beigemessen wird, die es verdient. Aber es besteht Hoffnung: Meine Hunde und ich sind bereit für den rettenden Einsatz. Und zwar bevor aus Kindern und Jugendlichen Vorgesetzte werden. Für eine bessere Arbeitswelt von morgen.